Martin − Luther − Gemeinde
Berlin - Lichterfelde
Kirche 19:40
Die Gruppe "Kirche 19:40" stellt sich vor.
Wir erinnern uns: Vor jetzt fast drei Jahren trafen sich in unserer Gemeinde zum ersten Mal Gemeindemitglieder in einem offenen (Gesprächs-) Kreis. Er wurde unter dem Stichwort "Kirche 40+" im Martin-Luther-Brief angekündigt. Der Name unserer Gruppe hatte sich alsbald geändert; jetzt ist er in den Gemeindeaushängen und im Gemeindebrief unter "Kirche 19:40" zu finden. Und hinter dem "19 zu 40" verbirgt sich auch nicht etwa die Altersbegrenzung von 19 Jahren aufwärts bis zu 40, sondern der regelmäßige Beginn am ersten Dienstag eines neuen Monats um 19:40 Uhr.
Angesprochen werden alle, die einen Teil ihrer Freizeit in selbstbestimmter Runde in unserer Gemeinde in diesem Kreis verbringen möchten. Mit freier Themenwahl, ernsten und unterhaltsamen Beiträgen aus der Runde der Teilnehmer gestalten wir einige wenige Stunden im Monat, um uns als Gemeindemitglieder kennenzulernen und unsere Meinungen und Standpunkte auszutauschen. Oder auch bei einem Glas Wein bzw. Saft sich in der Sommerzeit mit der untergehenden Sonne auf der Kirchenterrasse zu treffen: Gemeindeleben einfach und mittendrin.
Rückblickend können wir uns an eine Reihe wertvoller Abende erinnern: Da gab es Streit um das Thema "Streit" und Diskussionen über Filminhalte, wie das Drama und die Tragik um "Januscz Korczak" oder die Darstellung der Situation um "Mein kleines Kind" waren ebenso bestürzend und forderten zur Stellungnahme heraus. Ein Vortrag beleuchtete das ungewöhnliche Leben von E. Mörike als Pfarrer und Dichter im Südwesten von Deutschland oder führte in die Zeit nach 1945 zurück, als damals unter extremen Lebensverhältnissen der Nachkriegszeit lutherische Gemeinden in Westdeutschland neu gegründet wurden. Dia-Vorträge über alte Malerei (mit dem Fokus auf Darstellungen Christi Geburt und Kreuzestod) und ein Bericht über Hospiz-Arbeit waren ebenfalls unter unseren Veranstaltungen. Und wer in die Geheimnisse der Glocken und des Glockenspiels eingeführt werden wollte, war ebenfalls im Kreis "Kirche 19:40" richtig.
Die jüngsten Aktivitäten unserer Gruppe konzentrierten sich auf das Thema ausgesuchter alter Gemälde des westeuropäischen Kontinentes, wie sie in der Berliner Gemäldegalerie zu finden und zu "erleben" sind. Ein Mitglied unserer Gemeinde, kenntnisreich und erfahren in diesem Metier, führte uns in einem Dia-Vortrag in einen Teil des Bestandes der Galerie ein und brachte uns diese Kunstwerke in einer von ihm durchgeführten Führung vor Ort näher. Es war ein beeindruckendes Erlebnis.
Wie auf den Aushängen der Ankündigungen "Kirche 19:40" zu lesen, sind wir eine offene Gruppe in der Gemeinde. Ein Jeder ist herzlich eingeladen, und wir freuen uns über neue Ideen, ein Stück aktiven Gemeindelebens zu gestalten.
Hans-Jürgen Trauer
